Heute (5. Juni 2025) fällt der offizielle Startschuss für "Science Comes to Town", eine von der EU geförderte Leitinitiative, die von den Städten und Regionen Kiel, Brest und Split in Zusammenarbeit mit mehr als 70 europäischen Institutionen und der SEA-EU-Allianz (European University of the Seas) geleitet wird.
Mit der Initiative sollen stärkere Verbindungen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft geschaffen werden, indem die Forschung in das Zentrum der europäischen Gemeinschaften gebracht wird. Zu den wichtigsten Themen gehören der Schutz unserer Ozeane, das kulturelle Erbe, die Förderung junger Talente sowie Gesundheit und Wohlbefinden. Science Comes to Town will die Wissenschaft nicht nur sichtbar, sondern auch greifbar und zugänglich machen - mitten im Herzen der Städte und Gemeinden. Indem das Projekt die Forschung in den Alltag bringt, soll das Vertrauen in wissenschaftliche Erkenntnisse gestärkt, die Innovationsfähigkeit Europas gefördert und der Wert faktengestützter Entscheidungsfindung hervorgehoben werden.
Feierliche Eröffnung des Jahres der Wissenschaft in Split
Die Eröffnung des Projekts wird im Januar 2026 mit einer spektakulären Eröffnungsveranstaltung in Split stattfinden. Die kroatische Stadt wird alle Projektpartner zu einem Treffen der Geister und Ideen willkommen heißen.
"Split fühlt sich geehrt, Gastgeber für den Start von Science Comes to Town zu sein. Ob es nun um die Neugestaltung öffentlicher Räume, die Förderung der Nachhaltigkeit in der Stadt oder darum geht, Innovationen näher an unsere Gemeinden heranzubringen - mutige Lösungen entstehen durch Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Politik, Industrie und Zivilgesellschaft. Das erfordert Offenheit, Vertrauen in das Fachwissen der anderen und den Mut, neue Perspektiven einzunehmen. Unsere Eröffnungskonferenz wird die Gespräche anregen, die für die Gestaltung einer besseren Zukunft notwendig sind", sagte die Stadt Split.
Förderung der nächsten Generation von Wissenschaftlern in Kiel
In Kiel wird der Schwerpunkt darauf liegen, die nächste Generation von Wissenschaftlern zu inspirieren. Die Aktivitäten richten sich an Schulen, Lehrer und junge Menschen durch erweiterte Programme wie "Rent-a-Scientist". Das französische Pendant wird ebenfalls erweitert, und erfolgreiche Formate wie Kinderuniversitäten werden neu aufgelegt und mit neuen Städten geteilt.
Citizen Science- und Co-Creation-Projekte werden praktische Erfahrungen bieten, bei denen junge Menschen die Bedeutung der Reproduzierbarkeit entdecken und praktische Fähigkeiten im Umgang mit Daten erlernen können - sowohl im Klassenzimmer als auch bei Veranstaltungen wie dem EUCYS (European Union Contest for Young Scientists).
"Ich freue mich besonders, dass EUCYS, einer der renommiertesten europäischen Wissenschaftswettbewerbe für Jugendliche, nach Kiel kommt. Das ist ein starkes Signal für Bildung, Innovation und internationale Zusammenarbeit", sagte Dr. Ulf Kämpfer, Oberbürgermeister von Kiel.
Brest zeigt forschungsgetriebene Innovation
In Brest liegt der Schwerpunkt auf der Förderung von Innovationen - und das bedeutet, in junge Talente zu investieren. In einer Zeit, in der viele Forschungs- und Innovationsbereiche mit einem Fachkräftemangel zu kämpfen haben, ist es wichtiger denn je, junge Menschen für eine wissenschaftliche Laufbahn zu begeistern.
Die Aktivitäten des Projekts in Brest sollen die Forschung zum Leben erwecken, die Interaktion mit jungen Innovatoren fördern und wichtige Fähigkeiten wie Teamarbeit, Kommunikation und Unternehmertum vermitteln. Nachwuchswissenschaftler erhalten auch gezielte Unterstützung, damit sie sich im vielfältigen europäischen Forschungsumfeld sicher bewegen können.
Ein zentrales Ereignis in Brest wird EU TalentOn sein, der Wettbewerb der Europäischen Union für Nachwuchsforscher, bei dem sich junge Talente aus ganz Europa in interdisziplinären Teams zusammenschließen werden, um dringende Herausforderungen anzugehen - von der nachhaltigen Stadtentwicklung bis hin zum ethischen Einsatz von KI. "Mit EU TalentOn bringen wir die klügsten jungen Köpfe Europas nach Brest. Es ist ein Fest der Kreativität, der Zusammenarbeit und der wissenschaftlichen Exzellenz", sagte François Cuillandre, Bürgermeister von Brest und Präsident der Métropole Brest.
Ein Blick in die Zukunft: Die Nacht der europäischen Forscher im Blickpunkt
Das Projekt wird am 26. September 2025 im Rahmen der Europäischen Nacht der Forschung erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Bei gleichzeitigen Veranstaltungen in allen drei Städten werden wissenschaftliche Live-Experimente, Vorträge, Musik und Mitmachstationen angeboten.
"Die Europäische Nacht der Forschung ist der perfekte Auftakt für unser kommendes Wissenschaftsjahr", sagt Ulrike Wielatt, Geschäftsführerin der KielRegion GmbH. "Jede Region wird mit einem eigenen, inspirierenden Programm glänzen - und gleichzeitig bauen wir Brücken über Grenzen hinweg. Geplant sind unter anderem internationale Aktivitäten wie ein 'Science Battle' zwischen den Bürgern von Kiel, Brest und Split. Freuen Sie sich auf faszinierende Einblicke, kreative Formate und ein lebendiges Gemeinschaftsgefühl - Wissenschaft wird auf unerwartete Weise lebendig!"
Hintergrund: Über "Science Comes to Town"
Die Initiative baut auf dem Erbe der Europäischen Wissenschaftsstadt auf, deren Titel alle zwei Jahre von einer europäischen Stadt vergeben wird - zuletzt 2022 in Leiden und 2024 in Kattowitz. Das neue Format weitet diese Vision auf mehrere Städte aus und leistet einen Beitrag zum Europäischen Forschungsraum und zum EU-Pakt für Forschung und Innovation, wobei der Schwerpunkt auf bürgerschaftlichem Engagement und sozialer Verantwortung liegt.
Weitere Informationen über das Projekt und die Partner:
www.science-comes-to-town.eu
Projekt-Kontakte:
KielRegion GmbH:
Landeshauptstadt Kiel:
Claudia Eulitz +49 431 901 3028
Sünje Fock +49 431 55 600 148
Projektteam Kiel:
Kerstin Großmann +49 431 901 1539
